Globalisierung 2.0

Kommt die Globalisierung voran oder stockt sie? Wir diskutieren, warum diese Frage wieder auf der Tagesordnung steht und geben unsere Meinung darüber ab, wie sich eine sich verändernde Weltordnung auf Anleger auswirken wird.

Globalisierung 2.0

Seit vielen Jahren folgt die Welt einem Muster der zunehmenden Integration durch engere Handelsbeziehungen, leichteres Reisen und bessere Kommunikation mithilfe von bahnbrechenden technologischen Innovationen wie dem Internet. Diese Konnektivität zeigt, dass die Globalisierung ein sich immer weiter entwickelndes Konzept ist, aber kann sich ihr Tempo fortsetzen, oder könnte sie sich sogar in ihrer Natur verändern?

Eine unaufhaltsame Kraft

Seit dem Finanzcrash von 2007/08, als das Handelsniveau dramatisch zurückging, glaubten einige fälschlicherweise, die Globalisierung sei ins Stocken geraten. Doch trotz der jüngsten Handelsspannungen und der sich verändernden internationalen Politik in den USA glauben wir, dass die Globalisierung nach wie vor eine schwer aufzuhaltende oder rückgängig zu machende Gewalt ist. Unsere Auffassung entspricht der von UN-Generalsekretär Kofi Annan, der vor fast 20 Jahren sagte: „Die Globalisierung ist ein unumkehrbarer Prozess, keine Option“1.

Neue Handelswege

Der Handel vereint weiterhin alle Regionen der Welt, aber es gibt Anzeichen für einen Wandel. Amerika richtet den Blick zunehmend nach innen. Während Europa weiterhin ständig präsent ist, öffnet China jetzt seine Türen und schafft Chancen in einem nie dagewesenen Ausmaß. Die Neue Seidenstraße und eine lange Liste ausländischer Investitionen chinesischer Unternehmen werden durch einen Anstieg des Mittelstandskonsums in ganz Asien unterstützt.

Selbst wenn es für China schwierig wäre, beispielsweise mit den USA zu handeln, gibt es nach wie vor viele regionale und globale Märkte für chinesische Waren und Dienstleistungen. Und außerhalb Chinas feierte die ASEAN (Freihandelszone des Verbandes Südostasiatischer Staaten) im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag, während die am schnellsten wachsende Nation der Welt, Indien, Fortschritte in Richtung weiterer regionaler Integration macht. Wir sehen also eine Verschiebung der Weltordnung nach Osten, was das stärkere strukturelle Wachstum in diesen Schwellenländern widerspiegelt. Unseres Erachtens kann der Handel neue Wege finden, sollte aber weiterhin lebendig bleiben, was wiederum dazu beiträgt, das Weltwirtschaftswachstum auf einem gesunden Niveau zu halten.

Ein verbessertes 2.0-Modell

Wie wirkt sich das also auf Investoren aus, die auf der Suche nach globalen Chancen sind? Da sich die Hintergründe der Globalisierung 2.0 immer wieder auf neue und spannende Weise ändern, bleibt unsere Anlagestrategie im HSBC-Privatkundengeschäft flexibel, um den Veränderungen Rechnung zu tragen und die neuesten Chancen über unsere Portfolioallokationen zu nutzen. Vor allem in den USA verfolgen wir eine eher inländische Strategie, während wir in Europa und Asien eine internationale Ausrichtung verfolgen. Die Internationalisierung und Liberalisierung Chinas bietet aus unserer Sicht eine Fülle vielversprechender Möglichkeiten.

1https://iccwbo.org/media-wall/news-speeches/globalization-is-irreversible-and-not-an-option-kofi-annan/

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